Klinik am Homberg, Bad Wildungen, Fachklinik für Orthopädie, Psychosomatik und Psychotherapie
Druckversion vom 02.12.2010
URL: http://www.klinik-am-homberg.de/enchondrom.html
Beim Enchondrom handelt es sich um einen gutartigen Knochentumor. Er ist der zweithäufigste Tumor und tritt meistens an den langen Röhrenknochen der Hand auf. Entsteht der Tumor im Markraum der Knochen, so spricht man vom Enchondrom, tritt der Tumor in der Knochenrinde (Kompakta) auf, spricht man vom Chondrom.
Das Enchondrom kann in fast jedem Lebensalter auftreten, es gibt keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen.
Ursache des Enchondrom's
Man vermutet, dass während der Entwicklung des Knochens Knorpelzellen in die langen Röhrenknochen versprengt wurden.
Diagnose des Enchondrom's
Das Enchondrom macht anfänglich kaum Beschwerden. Oft wird die Diagnose zufällig gestellt, wenn aufgrund einer anderen Ursache ein Röntgenbild durchgeführt wird. Die Patienten haben zumeist keine Beschwerden und kommen erst zum Arzt, wenn eine pathologische (krankhafte) Fraktur, meist ohne ein Unfallgeschehen, aufgetreten ist.
Klinische Untersuchung bei Enchondrom
Ihr Arzt wird zunächst eine genaue Anamnese (Krankheitsgeschichte) mit Ihnen besprechen.
Bei der körperlichen Untersuchung wird auf Druckschmerzen, Fehlstellung und Nervenausfälle geachtet.
In der Regel wird noch eine Röntgenuntersuchung durchgeführt, die meist ausreicht, um ein Enchondrom nachzuweisen.
Bei nicht ausreichend gesicherter Diagnose werden weiterführende diagnostische Maßnahmen wie Szintigraphie oder Kernspintomographie eingesetzt.
Therapie des Enchondroms
Sollte das Enchondrom durch Zufall entdeckt worden sein und keine
weiteren Beschwerden auftreten, ist eine Weiterbehandlung nicht
notwendig.
Könnte bei der Größe des Enchondrom s die Gefahr eines Knochenbruchs bestehen, müsste evtl. operativ behandelt werden. Dies sollte dann mit einem operativ tätigen Kollegen ausführlich besprochen werden.
Bei eingetretenem Knochenbruch wird in der Regel operativ behandelt.
Nach der Operation erfolgt zunächst eine Ruhigstellung, danach erfolgt eine krankengymnastische Behandlung, um Bewegungseinschränkungen zu vermindern und einen Muskelaufbau zu fördern.
Hier können auch manualtechnische Verfahren eingesetzt werden.
Im Rahmen der Ergotherapie werden, bei Nachbehandlung des operierten Enchondroms, gelenkschonende Techniken gezeigt und die Beweglichkeit wieder verbessert.
Beim Enchondrom handelt es sich wie oben beschrieben in der Regel um einen gutartigen Knochentumor. In seltenen Fällen können aber auch bösartige Entartungen auftreten. Es kann sich ein sogenanntes Chondrosarkom entwickeln, gehäuft in den langen Röhrenknochen, nur selten im Bereich der Hände. Eine regelmäßige Kontrolle durch den behandelnden Arzt ist daher sehr wichtig, um ggf. frühzeitig entsprechende Therapien einzusetzen.
In der Klinik am Homberg können entsprechende konservative Therapien durchgeführt werden, ebenso ist die konservative Behandlung nach operativen Eingriffen beim Enchondrom im Rahmen einer Anschlussheilbehandlung (AHB) möglich.
Ihr Team von der Klinik am Homberg
|
Sekretariat der Abteilung Orthopädie Telefon 05621 793-929
|