Klinik am Homberg, Bad Wildungen, Fachklinik für Orthopädie, Psychosomatik und Psychotherapie
Druckversion vom 02.12.2010
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Eine andere Bezeichnung für die Hühnerbrust ist die Kiel brust oder Pectus carinatum. Bei der Hühnerbrust ist die Brustwand nach vorne vorgewölbt.
Ursache der HühnerbrustMan vermutet als Ursache der Hühnerbrust ein übermäßiges Wachstum des Knorpels an den Rippen und dadurch hervorgerufen eine Vorwölbung des Brustbeines. Die Hühnerbrust kommt ca. zehn Mal seltener vor als die Trichterbrust.
Diagnose der HühnerbrustBei den meisten Patienten besteht eine Beschwerdefreiheit, nur in selten Fällen können Probleme mit der Atmung sowie des Lungenkreislaufs mit schlechter Belüftung der Lunge auftreten. In den meisten Fällen handelt es sich eher um ein kosmetisches Problem.
Klinische Untersuchung bei HühnerbrustDie Diagnose der Hühnerbrust ist meist eine Blickdiagnose. Der behandelnde Arzt wird die Beweglichkeit des Brustkorbes der Brustwirbelsäule sowie der Rippengelenke untersuchen. Die Atembeweglichkeit wird festgestellt, ggf. werden noch zusätzliche Lungenuntersuchungen erfolgen. Röntgenaufnahmen sind in der Regel nicht notwendig. Vom Internisten oder Sportmediziner können noch Belastungsuntersuchungen wie Belastungs-EKG oder Untersuchungen auf dem Laufband vorgenommen werden.
Therapie bei HühnerbrustIn den meisten Fällen hilft eine konservative Behandlung falls Beschwerden auftreten. Im Rahmen der Krankengymnastik wird ein Atemtraining durchgeführt, mit der Medizinischen Trainingstherapie kann an Fitness-Geräten die Belastung deutlich gesteigert werden. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch die sportliche Belastung. Schwimmen, regelmäßiges Fahrradfahren, leichtes Joggen und Nordic-Walken haben sich ebenfalls bewährt.
Psychologische Betreuung bei HühnerbrustDa bei den betroffenen Patienten das kosmetische Problem im Vordergrund steht, sollte ggf. noch eine psychologische Betreuung erfolgen.
Operative Behandlung der HühnerbrustOperative Verfahren werden nur sehr selten eingesetzt. Es werden Teile der Rippen und des Brustbeines entfernt. Bevor man eine solche Operation ins Auge fasst, sollte man sich eingehend mit dem Operateur über das Operationsverfahren, die eventuell auftretenden Komplikationen sowie die Nachbehandlung informieren lassen. Danach sollte auf jeden Fall eine sog, Anschlussheilbehandlung (AHB) durchgeführt werden. Die Beweglichkeit sowie die Lungenfunktion wird hierdurch verbessert. Verklebungen durch Narbenbildungen gemindert, Schmerzen und Schwellungen können durch nachfolgende physikalische Maßnahmen reduziert werden.
Alle konservativen Maßnahmen können in der orthopädischen Abteilung der Klinik am Homberg durchgeführt werden. Eine Anschlussheilbehandlung nach Operation ist möglich.
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