Berufsstress. Berufsstress: Berufliche psychische Belastungen und deren Folgen, die sog. arbeitsbedingten psychischen und psychosomatischen Störungen, rücken immer mehr ins Zentrum des Interesses. Die betroffenen Menschen, die Betriebe, die Gesundheitsdienste und nicht zuletzt die Kostenträger sind jeweils aus eigener Sicht mit der Thematik befasst. Die Klinik am Homberg Bad Wildungen ist eine Fachklinik für Psychotherapie, Psychosomatik, Orthopädie, Traumatologie, Interdisziplinäre Schmerztherapie, AHB und BGSW und Sporttherapie...
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Berufsstress

Berufsstress: Berufliche psychische Belastungen und deren Folgen, die sog. arbeitsbedingten psychischen und psychosomatischen Störungen, rücken immer mehr ins Zentrum des Interesses. Die betroffenen Menschen, die Betriebe, die Gesundheitsdienste und nicht zuletzt die Kostenträger sind jeweils aus eigener Sicht mit der Thematik befasst.  

Die häufigsten Gesundheitsstörungen durch Berufsstress.  

Übereinstimmend wird darüber berichtet, dass Gesundheitsstörungen im beruflichen Zusammenhang auftreten können. Allgemein wird es oft mit „Stressfolgen“ zusammengefasst. Hierzu gehören: Gehetzt-Sein, Erschöpfung, Unruhe, Depression, Angst, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Störungen, Tinnitus, Müdigkeit, Konzentrationsstörung, Leistungsminderung, Gefühlslabilität, Motivationsminderung, Verzweifelung, Lethargie, aggressive Spannung, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, sozialer Rückzug. 

Immer mehr Anzeichen gibt es dafür, dass Angst in der Arbeitswelt eine hervorragende Rolle spielt. Dies kann sich im Sinne einer allgemeinen Ängstlichkeit zeigen, was Leistung und Kreativität beeinträchtigt, sehr viel Energie verschlingt und in Erschöpfung endet. Ängste können aber auch im Sinne der krankhaften Angststörung (mit Krankheitswert) auftreten, wie Panikstörung, generalisierte Angststörung und Phobie. Eine besondere Bedeutung kommt den depressiven Zuständen zu. Depressive Menschen können in der Regel die erforderliche Arbeitsleistung nicht erbringen, sie werden auch oft krankgeschrieben. Nicht selten verbirgt sich hinter einer körperlichen Diagnose wie „Kreislaufstörung“ eine Depression. Depression wird oft nicht erkannt und deswegen oft nicht sachgerecht behandelt. Der depressive Mensch fühlt sich als Versager, macht sich Vorwürfe, es entsteht ein richtiger Teufelskreis. Eine besonderer Form der Depression ist das sog. Burn out-Syndrom – hier ist das depressive Bild mit dem Gefühl der Sinnlosigkeit verbunden, der Arbeitnehmer sieht in seinen alten Arbeitsidealen keinen Sinn mehr, der frühere meist sehr hohe Arbeitseinsatz kommt ihm fremd-sinnlos vor. Nicht selten greifen die Menschen bei all diesen Störungen zu Suchtmitteln, wie Medikamenten, Nikotin oder Alkohol, was die Situation weiter verschlechtert. Es sei noch mal betont: diese Zustände verschlechtern die Arbeitsleistung, Arbeitnehmer und Betrieb leiden also gleichermassen. Es leidet in der Regel auch das zwischenmenschliche Verhalten, die Kooperation, die Einsatzbereitschaft, Kollegialität und die Solidarität zum Betrieb.

Berufsstress: Die häufigsten Stressbelastungen  

„Stress“ (auch Stressor genannt) ist in der ursprünglichen Bedeutung eine äußere Einwirkung auf den Menschen, die körperliche, seelische und verhaltensbezogene Reaktionen hervorruft. Das moderne Stressverständnis sieht nicht nur die Außeneinwirkung, sondern genauso die menschliche Reaktion darauf, also das Bewältigungsverhalten. Nur das Verhältnis zwischen Wirkung und Bewältigung sagt etwas über die Stressfolgen aus. Die Arbeitspsychologie spricht hier über Belastung einerseits, über Beanspruchung andererseits. Beanspruchung ist die konkrete, individuelle Reaktion eines Menschen, die sich von den Reaktionen anderer Menschen wesentlich unterscheiden kann. Die Stressreaktion ist also auch eine Angelegenheit der Persönlichkeit, der persönlichen Belastbarkeit. Die Stressmomente, die Belastungsmomente, die die Gesundheit gefährden können, nennt die Arbeitsmedizin „Gesundheitsgefährdungen“, die tatsächlich entstandenen Störungen nennt man „arbeitsbedingte Erkrankungen“, die allerdings in Deutschland keine administrativen Folgen nach sich ziehen. Hinzu kommen in dieser Denk- und Vorgehensweise die Berufskrankheiten, die meldepflichtig bzw. feststellungspflichtig sind und deren Folgen in der Rechtsprechung geregelt sind.

Es gibt verschiedene Versuche, die Belastungsmomente, die Gesundheitsgefährdungen aufzulisten. Man kann hier einerseits über Arbeitsbedingungen sprechen, die in jedem Beruf, in jeder Tätigkeit Stressbelastung darstellen, andererseits gibt es für jeden Beruf, für jede Tätigkeit typische Belastungsmomente, die es gilt, soweit es möglich ist, vorbeugend auszuschalten. Hier seien die wichtigsten Gruppen der möglichen Stressbelastungen aus der Fachliteratur dargestellt:

1. Physikalische Umgebung: Lärm, Temperatur, Chemikalien, Gestank, Lichtverhältnisse, Schmutz
2. Hohe, ev. einseitige körperliche Belastung
3. Erfolgsdruck
4. Entscheidungsdruck
5. Zeitliche Belastungen: Schichtarbeit, unregelmäßige Arbeitszeit, Zeitdruck –hier die Grenze zur „Arbeitssucht“ zu ziehen kann schwer sein!
6. Über- und/oder Unterforderung, quantitativ und/oder qualitativ
7. Probleme der Arbeitsorganisation, der Arbeitsabläufe
8. Häufig wechselnde Techniken, Prozesse, Organisationsformen
9. Probleme mit Arbeitseinrichtungen und Materialien
10. Belastende Gefühlsmomente („Emotionsarbeit“): Angst, Verantwortung, Aggression, Schuld, Scham, belastende menschliche Probleme von Kunden, eigene Unzufriedenheit, unzufriedene Kunden, moralische Bedenken, Unklarheiten, Unsicherheitsfaktoren, Komplexität, Kompliziertheit, Ungerechtigkeit, unsicherer Arbeitsplatz
11. Zwischenmenschliche Probleme/Konflikte mit Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern, Kunden (Autorität, Konkurrenz, Neid, Unaufrichtigkeit)
12. Rollenkonflikte und Unklarheiten in der zugewiesenen Rolle
13. Stressoren in der eigenen Berufskarriere
14. Techno-Stress: Komplizierte Maschinen, Informationsüberflutung, virtuelles Arbeiten, usw.
Berufsstress: Wie können wir die Belastungen verstehen? 

Stress im Beruf ist eine sehr allgemeine Aussage, ein Sammelbegriff. Die genauere Untersuchung der Problematik und der dazugehörigen Fachliteratur ergibt ein sehr vielschichtiges Bild, worüber wir nun einen Überblick geben wollen.  

Der ebenfalls allgemeine Begriff „Berufskonflikt“ wird auch oft verwendet. „Konflikt“ kennzeichnet ein menschlich-gesellschaftlich-seelisches Phänomen, dass nämlich in einer Situation verschiedene, in unterschiedlichen Richtungen wirksamen Kräfte eine Situation prägen. Die Situation kann relativ einfach sein, oft ist es aber auch sehr kompliziert, mit ungewissem Ausgang, wie z.B. im Mobbing-Prozess. Ein „Konflikt“ ist also eine recht allgemeine „Diagnose“, die allerdings sehr wichtig sein kann, weil sie auf Handlungsbedarf hinweist. 

Man kann folgende Konfliktinhalte ausarbeiten: Beurteilungskonflikt – Bewertungskonflikt – Verteilungskonflikt – Beziehungskonflikt – Rollenkonflikt – Entscheidungskonflikt – Motiv-/Zielkonflikt. Konflikte beeinträchtigen unsere Handlungen, hemmend, oder verzerrend.

Das Komplexmodell „humane Arbeitsbedingungen“ kann zum Verstehen der arbeitsbedingten Gesundheitsstörungen beitragen. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, dann besteht das Risiko der Erkrankung. Humane Arbeitsbedingungen nennen wir, wenn folgende Gestaltungsmerkmale der Arbeit erfüllt sind: Ganzheitlichkeit – Anforderungsvielfalt – Möglichkeiten der sozialen Interaktion – Autonomie – Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten – Zeitelastizität und Handlungsspielraum – Sinnhaftigkeit. Die soziale Bewegung „Gute Arbeit“ schließt sich hier an.  

Ebenfalls ein betriebswirtschaftliches Komplexmodell ist das sog. „gesundheitsorientierte Betriebsmanagement“. Es ist ein kompliziertes Gebilde, dessen Hauptinhalte sind: sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsumwelt – Mitarbeiterzufriedenheit – Kundenzufriedenheit.

Ein vieldiskutiertes Modell ist das sog. Belastungs-Kontrollmodell, das besagt, das Mitarbeiter hohe Belastungen selbst kontrollieren und hierzu Entscheidungen selbst treffen können sollen, so z.B. in der Gruppenarbeit.  

Das „Job Characteristics Model“ legt das Bedürfnis nach persönlicher Entfaltung zu Grunde und fordert hierzu :Anforderungsvielfalt, bedeutsame Aufgabe, Autonomie, Rückmeldung über die Ergebnisse. So erlebt der Mensch die eigene Bedeutsamkeit, Verantwortung und Wissen über Qualität der eigenen Arbeit. Folgerichtig ist er motiviert, leistet hohe Qualität, ist zufrieden und fehlt nicht oft.  

Das „Gratifikationsmodell“ besagt, dass sich der arbeitende Mensch in eine existenziell-psychisch-gesundheitliche Krise gerät (Selbstwertkrise), wenn seine hohen Anstrengungen nicht entsprechend honoriert werden.  

Das Modell über „Emotionsarbeit“ in der Arbeit beschreibt, wie kompliziert die gefühlhaften Reaktionen der Menschen im Arbeitszusammenhang sind, wobei krankmachend besonders die anhaltenden negativen Gefühle sind. Die Arbeitswelt ist eine Welt der Gefühle!  

Das „System-Modell“ untersucht die drei Hauptebenen im Betrieb (Individuum-Gruppe-Organisation) und prüft krankmachende Einflüsse im Gesamtzusammenhang des „Systems“. Ähnlich verhält es sich im Modell „Mensch-Technik-Organisation“.  

Das „Handlungsmodell“ und das Modell über „vollständige Tätigkeiten“ beschreiben die gesundheitserhaltenden Funktionen der adäquaten Handlungsstrukturen im Arbeitszusammenhang. 

Die Theorie über „soziale Unterstützung“ greift auch im Arbeitszusammenhang und beschreibt die Wichtigkeit der sozialen Integration, der sozialen Einbindung, der Hilfe in der menschlichen Gemeinschaft. Die Arbeitswelt ist eine Welt menschlicher Beziehungen!

Das Ergonomie-Modell besagt, dass körpergerechte und auch psychisch adäquate Arbeitsumfeld gesundheitserhaltend ist (dieses Modell war der eigentliche Ursprung des „Gesundheitsdenkens“ in der Arbeitswelt).  

Die beschriebenen Modelle prüfen in erster Linie den Betrieb selbst. Der Betrieb hat demnach die Aufgabe, für gesundheitsgerechte Umstände im Betrieb zu sorgen, nicht zuletzt mit dem Ziel, gute Betriebsergebnisse zu erreichen. Diese Aufgaben nehmen der betriebsärztlicher Dienst, der Sicherheitsschutz und die betriebliche Gesundheitsförderung wahr. Ziel ist: weniger Stress im Beruf, besserer Gesundheitszustand der Mitarbeiter und dadurch gesunder und wettbewerbsfähiger Betrieb.

Berufsstress:  Persönliche Voraussetzungen zum Gesundbleiben in der Arbeit.  

Das Bewusstsein über Gesundheit, über den gesunden Lebensstil und über Krankheitsrisiken nimmt in der Gesellschaft ständig zu. Die Fürsorge auf der betrieblichen Ebene entlässt den einzelnen Mitarbeiter nicht aus der Pflicht, selber ebenfalls für die eigene Gesundheit mit Sorge zu tragen. Umfassend beschreibt dieses Problem der Gedankenkreis über die „Gesundheitskompetenz“ des Menschen, was den beruflichen Bereich mit einschließt.  

 Das „Familienmodell“, das wir alle im Kopf tragen (unsere „innere Familie“), das zum menschlichen Wesen gehört, ist in der Arbeit auch wirksam und kann viel Stress verursachen. Es äußert sich in Erwartungen, Wünschen, Handlungsweisen. Aus der Familie tragen wir unsere Vorbilder, aber auch unsere Feindbilder mit in die Arbeit hinein. Wir erwarten Fürsorge in der „zweiten Heimat Arbeit“. Wir rivalisieren mit Kollegen wie mit den Geschwistern damals. Wir erleben und produzieren Eifersucht und Neid in der Arbeit. Wir wittern vielleicht Ungerechtigkeit und Zukurzgekommensein. Wir schmieden evtl. unbewusst späte ungerechte Rache an Ahnungslosen. Oder es wird begründeter Ärger am Arbeitsplatz aus der eigenen Familiengeschichte oder aus der aktuellen Familie angereichert? Vorsicht! – Familienerwartungen an den Betrieb sind Fallen! Und Vorsicht Familienbetrieb! Es kann alles sehr kompliziert sein, überfrachtet, stressig. Die Formulierung über den „langen Arm der Arbeit“ besagt, dass die Arbeitssituation des Menschen in die Privatheit hineinwirkt, und umgekehrt kann man auch über den langen Arm der Privatheit sprechen, weil sie ebenfalls in die berufliche Situation hineinwirkt, positiv oder negativ, Stress vermehrend oder Stressbewältigung fördernd. Die moderne Arbeitswelt bewirkt oft die ungünstige „Entgrenzung“ zwischen Privatheit und Beruf.  

Das Kompetenz- und Bildungsmodell  beinhaltet, dass Menschen mit unausreichenden, oder inadäquaten Kompetenzen in der Arbeit gesundheitsgefährdet sind. Neben der Fachkompetenz (Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen) unterscheidet man Methodenkompetenz (Denken, Problemlösen, Kreativität, Lernfähigkeit), Sozialkompetenz (Kommunikation, Kooperation) und Handlungskompetenz (Planen, Koordinieren und Durchführen von Handlungen).  

Das Rollenmodell besagt, dass die Rollen, die ein Mensch in der Arbeit hat, problematisch sein können: Rollenkonflikte können auftreten, die Rolle kann Über- oder Unterforderung bedeuten, es können Widersprüche in den Rollen liegen, in der Rolle kann die Verantwortung übergroß sein.  

Arbeitsumfeld und die Arbeitsperson müssen zueinander passen, besagt ein weiteres Modell das Passungsmodell, ansonsten entstehen Arbeitsunzufriedenheit, Langeweile, Depressivität, Angst und Ärger.  

Das Coping-Modell prüfte ursprünglich, wie Menschen mit schweren körperlichen Erkrankungen umgehen, wie man damit fertig wird. In letzter Zeit hat man das Modell erweitert und allgemein auf Stresssituationen adaptiert. Das Modell bietet auch Wege für therapeutische Zugangsmöglichkeiten.

Persönlichkeitsmodelle bieten auch Interessante Ansätze zur Prüfung der beruflichen Situation. Stabile, gewohnheitsmäßige, angeborene Verhaltensmerkmale spielen im Arbeitsverhalten eine wichtige Rolle. Wenn die berufliche Situation als Stress, als Belastung erlebt wird, das hat oft gerade mit diesen stabilen, „hartnäckigen“ Persönlichkeitseigenschaften zu tun. Positive Persönlichkeitseigenschaften und Haltungen bilden andererseits natürlich überhaupt die gute Grundlage für einen zufriedenstellenden Beruf.  

Das „Anpassungsmodell“ besagt, dass das Berufsleben überhaupt mit gesunden und realitätsgerechten Anpassungsleistungen, mit Adaptationsprozessen zu tun hat. Wenig anpassungsfähige Menschen erleben im Beruf viel Stress, werden also negativ auffällig und erkranken häufiger.  

Das Modell über die berufliche Biografie und berufliche Identität beinhaltet, dass die berufliche Laufbahn ein wesentlicher Strang des Lebenslaufes ist, dass der Beruf den Menschen in seiner persönlichen Entwicklung nachhaltig prägt, ungünstige Entwicklungen führen zum Stress.  

Arbeitslosigkeit hat wesentliche Auswirkungen auf die Gesundheit, alle Untersuchungen besagen, das Langzeitarbeitslosigkeit gesundheitsschädlich ist.  

Es gibt viele Modellvorstellungen über die Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit im Beruf. Es ist vielleicht mit das spannendste und komplizierteste Thema. Zufriedenheit setzt sich aus vielen Komponenten zusammen: Tätigkeit, Leistungsmöglichkeit, Verantwortung, Aufstiegsmöglichkeit, Anerkennung, Gestaltungsmöglichkeiten, Beziehungen, Firmenpolitik, Bezahlung, Krisensicherheit, Bedürfnisbefriedigung, Förderung des Selbstwertgefühls, Bedeutung der Arbeit für einen überhaupt, eigene Ideologien, usw.. Gleichzeitig muss man mit aller Deutlichkeit betonen, dass Unzufriedenheit in der Arbeit ein sehr mächtiger Stressfaktor ist.  

Kranke Menschen und Menschen mit Behinderungen haben eine Sondersituation in der Arbeitswelt, dies ist nicht gezielt Gegenstand dieser Ausführungen. Die Teilnahme, die Partizipation dieser Menschen am Berufsleben ist eine große Herausforderung im Gemeinwesen. Aber gerade diese Menschen erleben in der modernen Arbeitswelt große Ungerechtigkeiten, sie erleben sehr viel Stressbelastung. Im Betrieb werden sie als Risikopersonen betrachtet.

Psychisch erkrankte Menschen zeigen sehr viele Besonderheiten in ihrer beruflichen Laufbahn, in ihrem Arbeitsverhalten, in ihrer beruflichen Zufriedenheit.  

Berufsstress: Therapiekonzept der Klinik am Homberg  

Das Konzept der „psychosomatischen Berufstherapie“ in der Klinik am Homberg beinhaltet, dass all diese Aspekte der Berufswelt mit in die Therapie einbezogen werden. Arbeitsmedizinische, arbeitspsychologische und berufspädagogische Aspekte bekommen neben der „herkömmlichen“ psychosomatischen Aspekten eine wichtige Rolle, deswegen die Bezeichnung „arbeitswissenschaftliche Psychosomatik“. Es werden die dargestellten Belastungsmomente untersucht, die berufsbiografische Entwicklung („die innere Welt der Arbeit“) ausgearbeitet, die eigenen positiven Fähigkeiten festgestellt bzw. gefördert. Gespräche in der Einzelsituation und in der Gruppe bieten die Möglichkeit, sich mit der eigenen Situation auseinander zu setzen. Ergänzt ist dies mit der kreativen Ergotherapie, mit Kompetenztraining und mit Vorträgen / Diskussionen zum Thema. Die „Mobbing-Gruppe“ informiert über diese Problematik und hilft, Lösungen zu erarbeiten. „Besser gerüstet für die Arbeitswelt“, das ist unser Motto.  

Dr. med. A. Harrach
Arzt für Psychiatrie und psychotherapeutische
Medizin, Psychotherapie-Psychoanalyse

Weitere Informationen

Sekretariat der Abteilung Psychosomatik/Psychotherapie

Telefon 05621 793-289
Fax 05621 793-292
E-Mail
jakelb@klinik-am-homberg.de

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