Morbus Koehler. Beim Morbus Köhler I handelt es sich um eine Durchblutungsstörung mit Abbau des Knochens am so genannten Kahnbein (Os naviculare). Dieser Knochen sitzt zwischen dem Rückfuß und dem Mittelfuß etwa in Höhe des Rist. Beim Morbus Köhler I kann sich dieser Knochen zurückbilden. Andere Namen für den Morbus Köhler I sind avasculäre Nekrose oder die aseptische Nekrose, d. h. dass keine Entzündung durch Bakterien im Knochen nachzuweisen ist. Ursache des Morbus Köhler I. Die Klinik am Homberg Bad Wildungen ist eine Fachklinik für Psychotherapie, Psychosomatik, Orthopädie, Traumatologie, Interdisziplinäre Schmerztherapie, AHB und BGSW und Sporttherapie...
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Morbus Koehler

Beim Morbus Köhler I handelt es sich um eine Durchblutungsstörung mit Abbau des Knochens am so genannten Kahnbein (Os naviculare). Dieser Knochen sitzt zwischen dem Rückfuß und dem Mittelfuß etwa in Höhe des Rist. Beim Morbus Köhler I kann sich dieser Knochen zurückbilden. Andere Namen für den Morbus Köhler I sind avasculäre Nekrose oder die aseptische Nekrose, d. h. dass keine Entzündung durch Bakterien im Knochen nachzuweisen ist.  

Ursache des Morbus Köhler I

Die genauen Ursachen für den Morbus Köhler I sind nicht bekannt. Man vermutet mechanische Ursachen durch starke andauernde Belastungen, aber auch Durchblutungsstörungen oder angeborene Ursachen.

Unter dem Mikroskop zeigen Knochenproben einen vermehrten Bindegewebsanteil sowie Mikrofrakturen.  

Diagnose des Morbus Köhler I

Sehr oft betroffen sind Jungen im Alter zwischen 2 und 12 Jahren. Sie geben starke Schmerzen bei Belastung an. Den Eltern fällt beim Morbus Köhler I oft ein Schonhinken auf.  

Klinische Untersuchung bei Morbus Köhler I

Zunächst wird ihr behandelnder Arzt eine genaue Anamnese (Krankheitsgeschichte) erheben. Er wird auf die verschiedenen auslösenden Ursachen zu sprechen kommen.

Die Jugendlichen schildern meist Schmerzen unter stärkerer Belastung im Alltag und beim Sport. Schmerzbedingt tritt ein vermehrtes Hinken auf, um den Fuß zu entlasten.

Bei der körperlichen Untersuchung besteht ein deutlicher Druckschmerz über dem Kahnbein. Oft wird der Fuß schmerzbedingt nicht richtig abgerollt oder das betroffene Bein nicht vollständig belastet, so dass ein Schonhinken auftritt.  

Nach der klinischen Untersuchung des Morbus Köhler I erfolgt eine Röntgenaufnahme in 2 Ebenen. Diese stellt eine geringe Strahlenbelastung dar. Im Röntgenbild erkennt man beim M. Köhler I eine knöcherne Verdichtung des Kahnbeins. Oft ist der Knochen deutlich schmaler als normal und abgeflacht. Die übrigen Knochenanteile sind meist nicht verändert.  

Sollten nach diesen Untersuchungen noch Zweifel an der Diagnose des Morbus Köhler I bestehen, wird ggf. noch eine Szintigraphie beim Nuklearmediziner veranlasst. Hierbei handelt es sich um eine Untersuchung, wobei leicht radioaktives Material in die Blutbahn gespritzt wird. Dieses reichert sich im Bereich des Kahnbeins an. Die Szintigraphie hat nur eine geringe Strahlenbelastung. Oft kann durch die Szintigraphie bei unklarem Röntgenbefund die Diagnose des Morbus Köhler I gestellt werden, bevor es zu Veränderungen am Knochen kommt. Der Morbus Köhler I kann dann unter entsprechenden konservativen Maßnahmen wieder vollständig ausheilen.

Therapie des Morbus Köhler I

Der Morbus Köhler I wird konservativ behandelt. Man versucht bei ausgeprägten Schmerzen eine Entlastung des betroffenen Fußes, unter Umständen muss ein Unterschenkelgehgips angelegt werden. Hierbei sollte auf eine gute Durchblutung des Beins geachtet werden, um Venenentzündungen bis zur Thrombose zu verhindern. Ggf. wird Ihr Arzt noch zusätzlich Antithrombosespritzen verordnen. Der Gips bleibt ca. 2 bis 4 Wochen angelegt.  

Orthopädie-technische Versorgung des Morbus Köhler I

Im Rahmen der Orthopädie-Technik wird mit Einlagen das Kahnbein am Fuß entlastet. Zusätzlich werden oft noch Abrollhilfen an der Schuhsohle befestigt, um den betroffenen Teil zu entlasten.  

Krankengymnastik bei Morbus Köhler I

Die Krankengymnastik kommt beim Morbus Köhler I in der Regel erst nach der akuten Phase zum Einsatz, um einen verstärkten Muskelaufbau zu betreiben und schmerzbedingte Verkürzungen an Sehnen und Muskeln zu lösen. Durch die krankengymnastischen Übungen wird die Durchblutung gesteigert und die Heilung beschleunigt.  

Physikalische Maßnahmen bei Morbus Köhler I

In der Akutphase des Morbus Köhler I mit starken Beschwerden und ggf. auftretenden Schwellungen werden schmerzlindernde als auch abschwellende physikalische Maßnahmen eingesetzt. Hier seien zu erwähnen Hochvolt, Iontophoresen und Schielebäder.

Nach Abklingen der akuten Symptomatik können muskel- und sehnenlockernde Verfahren wie Softlaser und Ultraschall eingesetzt werden. Massagen können zusätzlich Muskelverhärtungen lösen.  

Operative Maßnahmen bei Morbus Köhler I

Operative Verfahren werden beim Morbus Köhler I nicht eingesetzt.  

Sporttherapie bei Morbus Köhler I

In der Akutphase des Morbus Köhler I wird ein Sportverbot auch in der Schule notwendig sein. Nach Abheilung kann unter Aufsicht und Kontrolle von Trainern und ausgebildeten Sporttherapeuten das Trainingsprogramm langsam wieder gesteigert werden. Fußbelastende Sportarten wie Joggen, Fuß-, Hand- und Volleyball sowie Squash sollten nur langsam wieder begonnen werden.  

Ergotherapie bei Morbus Köhler I

Die Ergotherapie wird bei Morbus Köhler I nur selten eingesetzt. Die Ergotherapeuten werden falls notwendig versuchen, die Gebrauchsfähigkeit der Fußgelenke zu verbessern und vermehrt Belastungen im Alltag, im Beruf sowie bei sportlichen Betätigungen zu verringern. Es wird auf den sogenannten Gelenkschutz geachtet, um Überlastungen zu vermeiden.

Alle konservativen Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten des Morbus Köhler I sind in der orthopädischen Abteilung der Klinik am Homberg möglich, um die Beschwerden zu lindern.  

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Erläuterungen einen Einblick in das Krankheitsbild des Morbus Köhler I gegeben zu haben.  

Ihr Team von der Klinik am Homberg

Weitere Informationen

Sekretariat der Abteilung Orthopädie

Telefon 05621 793-929
Fax 05621 793-293
E-Mail
spechtb@klinik-am-homberg.de

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