Die Indikation umfasst das ganze Spektrum der psychogenen und psychosomatischen Krankheiten, der Traumafolgen und belastungsbedingten Störungen.
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Behandlungskonzept der verhaltenstherapeutischen Station 7

(Aus Gründen der Vereinfachung wird überall nur die männliche Sprachform gewählt.)

Auf der Station 7 unseres Hauses wird kognitiv-verhaltenstherapeutische Psychotherapie im Gruppen- und Einzelsetting angeboten.

Ein Schwerpunkt dieser Station liegt in der Behandlung von Schmerzerkrankungen. Personen, die unter chronischen Schmerzen leiden, haben häufig – nachvollziehbarerweise – den Eindruck, dass das Leben angesichts der schmerzbedingten Einschränkungen zur Verzichtserklärung geworden ist – mit der Folge des Auftretens einer depressiven Symptomatik. Auch umgekehrt gehen viele psychische Problematiken mit der Entwicklung körperlicher Beschwerden und Schmerzen einher. Verhaltenstherapeutische Bemühungen konzentrieren sich deshalb auf eine bessere Bewältigung und eine Linderung von Schmerzen, auf eine Bewältigung von Stressfaktoren (beruflich, privat), die sich schmerzverstärkend auswirken. Übergeordnetes Ziel unserer Behandlung ist eine Verbesserung der Lebensqualität.

Ein weiterer Fokus dieser Station liegt auf der Behandlung von Angsterkrankungen. Auf der Basis eines in der hiesigen Therapie gewonnenen Verständnisses für die jeweiligen Hintergründe der Ängste (berufliche, private Stressfaktoren, lebensgeschichtliche Belastungen etc.) werden – gemeinsam mit dem Patienten – Ansatzpunkte für Veränderungen (Einstellungs-, Handlungsebene), individuelle Stress- und Angstbewältigungsstrategien erarbeitet. 

Je nach individuellen Gegebenheiten und Indikation werden die Einzel- und Gruppenanwendungen kombiniert. Auch wenn dabei der Schwerpunkt auf einer Behandlung im gruppentherapeutischen Setting liegt, wird bei entsprechender Indikation in Ausnahmefällen ausschließlich Einzeltherapie durchgeführt.

Das Behandlungsprogramm wird im Aufnahmegespräch mit dem Patienten gemeinsam vereinbart und kann – je nach Behandlungsverlauf und Absprache der individuellen Rehabilitationsziele – angepasst werden.

Es existieren z. Zt. folgende Gruppenangebote:

  1. Eine Problemlösegruppe in Kombination mit Gestaltungstherapie.
  2. Eine Konfliktbewältigungsgruppe in Kombination mit Gestaltungstherapie.
  3. Eine Depressionsbewältigungsgruppe in Verbindung mit Gestaltungstherapie.
  4. Eine Berufskompetenzgruppe in Verbindung mit Ergotherapie.
  5. Eine Angstbewältigungsgruppe.
  6. Eine Schmerzbewältigungsgruppe.

Je nach dem an welcher/n Gruppe(n) der Patient teilnimmt, durchläuft er zwei, drei oder vier Sitzungen pro Gruppe in der Woche.

Die zwei zuletzt genannten Gruppenangebote können auch von den konzeptuell anders ausgerichteten Psychotherapie-Stationen unserer Klinik beschickt werden.

Selbstverständlich können unsere Patienten auch psychotherapeutische Angebote nutzen, die von anderen Stationen, Abteilungen unseres Hauses geleitet werden (Station 3, Station 5, Station 6).

Parallel zu den oben aufgeführten Therapien hat jeder Patient die Möglichkeit, verschiedene Entspannungsverfahren kennen zu lernen bzw. für sich zu nutzen (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, respiratorisches Atembiofeedback, Atemgymnastik, Meditation, Yoga, Feldenkrais, Lichttherapie).

Die psychotherapeutischen Behandlungsangebote werden ergänzt  - je nach Indikation zusammengestellt – um sporttherapeutische, balneophysikalische, ergotherapeutische Maßnahmen und um Angebote der Ernährungsberatung und Sozialberatung – entsprechend dem ganzheitlichen Behandlungsgrundsatz.

Vorträge, Seminare zu verschiedenen psychotherapeutischen Themen und zum Gesundheitsverhalten (Gesundheitstraining) komplettieren das Therapieprogramm.

 

Stand: 02.11.09 / A. Meyer






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